Dienstag, 13. August 2019

Lesung zum Weltübersetzertag


OST: Dickon Hinchcliffe -- Out of the Furnace

Samstag, 22. Juni 2019

Cherry: Lesung in der Fahimi Bar

Eine Lesung ohne Autor aber dafür mit Gastleser und Übersetzer? Ja, ist selten, aber gibt es. Am 19.06. lud Tausendsassa Thorsten Nagelschmidt zu einer neuen Auflage seiner Lesereihe "Nagel mit Köpfen" in die Kreuzberger Fahimi Bar ein. Als Gäste hatte er sich Markus Naegele (Verlagsleiter Heyne Hardcore), Hendrik Otremba (Autor und Fan von Cherry) und mich (Übersetzer von Cherry) aufs Podium geholt. Thema des Abends, wir ahnen es bereits, war der Roman Cherry und das Leben und Wirken seines Autors Nico Walker, der momentan noch eine langjährige Haftstrafe in den USA verbüßt. Unterm Strich ein runder Abend mit tollen Leuten und diversen Erkenntnissen, unter anderem der, dass Amazon-Kundenrezensionen auch nicht mehr das sind, was sie mal waren. Nächste Runde "Nagel mit Köpfen" am 25.09.2019 mit Hendrik Otremba und seinem neuen Roman Kachelbads Erbe. Viel Spaß.

Lagebesprechung (Müller, Otremba, Nagelschmidt)

OST: Ghostface Killah -- The Brown Tape

Sonntag, 24. März 2019

Rise of the machines

Am 11. März war ich mit drei Berliner Kolleginnen an der Hochschule Anhalt in Köthen, um an der Frühjahrsschule "Entwicklungen im Bereich der Übersetzung und Lokalisierung" teilzunehmen. Konkret ging es um das Thema "Maschinelle Übersetzung und Postedition", sprich: Architekturen von maschinellen Übersetzungssystemen, Verwendung von MT-Systemen im Lokalisierungsprozess, Verfahren zur Qualitätssteigerung der maschinellen Übersetzung etc. Im praktischen Teil wurde an der Postedition von maschinell übersetzten Dokumenten gearbeitet.
Im Fazit eine sehr interessante, gut organisierte und inhaltlich hervorragend aufbereitete Veranstaltung, die allerdings auch nachdenklich stimmte. "In fünf bis zehn Jahren wird der Mensch in vielen Übersetzungsbereichen keine Rolle mehr spielen, zumindest nicht als Übersetzer", so eine Dozentin mit langjähriger Erfahrung in MT/Postediting.

OST: Glös -- Harmonium LP

Freitag, 8. März 2019

Ihr müsst ihnen Hoffnung geben

Hier könnt ihr mal ein paar von uns Unsichtbaren sehen. Ein paar von denen, die eure Bestseller und Groschenromane schreiben, äh, ich meine übersetzen. Mein Beitrag bei Minute 00:19.



Kontext:

Heyne Encore hat gerade ein weiteres Buch von Shaun Usher herausgebracht, nämlich Speeches of Note: Reden, die die Welt veränderten, in dem Usher allerlei Reden zusammengetragen hat. Motivationsreden, Abschiedsreden, Lobreden, politische Reden, emotionale Reden. Von Theodore Roosevelt, Nick Cave, Tilda Swinton, Pablo Picasso, Virginia Woolf, Elie Wiesel, Walt Whitman und vielen anderen mehr. Ich durfte für dieses Projekt die Hope Speech von Harvey Milk übertragen, was sehr viel Spaß gemacht hat.

OST: DJ Krush -- 軌跡 -Kiseki- LP 

Donnerstag, 7. Februar 2019

Sportlicher Februar

Letztes Jahr hatte ich die tolle Chance, mich für das FIVE Magazine mit dem Ex-NBA-Profi Etan Thomas zu beschäftigen. Ich schrieb eine Rezension zu seinem aufrüttelndem Buch We Matter -- Athletes and Activism, führte ein Interview mit ihm und übersetzte auch eine Passage aus We Matter. Jetzt sind meine Texte in der Februarausgabe der FIVE (# 155) erschienen ... und ja, ich bin ein kleines bisschen stolz drauf.


OST: Bruce Springsteen -- Tunnel of Love LP

Donnerstag, 3. Januar 2019

Keine Atempause ...

Wow, 2018 war verrückt, privat und beruflich. Drei Bücher, ein ganzer Haufen Übersetzungsprojekte für OSZE, Amnesty International und Co., erste eigene Lesung, zweites eigenes Kind, DÜF-Stipendium, Umzug und so weiter und so fort ...
Aber gut so! Keine Atempause / Geschichte wird gemacht / Es geht voran! Ich bin gespannt auf 2019 und habe mir sogar ein paar Vorsätze notiert. Einer davon lautet "regelmäßiger Blogeinträge verfassen". Steht allerdings nicht ganz oben auf der Liste.
In diesem Sinne: Ein frohes Neues und nur das Beste für alle!

OST: City and Colour -- The Hurry and the Harm LP

Freitag, 21. September 2018

Mehr Bücher über Filme

Im Frühjahr hatte ich die Chance, an der Übersetzung einiger Artikel aus dem Spanischen mitzuarbeiten. Thema: der 2013 veröffentlichte Dokumentarfilm Die Siedler Francos von Lucia Palacios und Dietmar Post. Aus translatorischer Sicht besonders erwähnenswert an diesem Projekt war die Zusammenarbeit mit einer Reihe wunderbarer Kolleg/-innen, allen voran Elisabeth Mänzel und Linda Kutzki, sowie die Veröffentlichung der Texte in einem dreisprachigen Band (Deutsch, Spanisch, Englisch) namens Die Siedler Francos: Ein Beispiel für die Zurückdrängung des suchenden Dokumentarfilms.
"Dreisprachiges Buch" ... das klingt verdächtig nach diesen unseligen Reclam-Editionen -- linke Seite Fremdsprache, rechte Seite Deutsch, Wortschatz in den Fußnoten -- aber keine Angst, die Problematik wurde von den Herausgeber/-innen glücklicherweise anders gelöst.

Hier der Klappentext des Anfang September bei play loud! productions erschienen Buches:
Der Neoliberalismus bestimmt inzwischen Inhalt und Ästhetik von Dokumentarfilmen. Der klassische, offene und suchende Dokumentarfilm findet kaum noch statt. An seine Stelle ist die formatierte geschlossene Dokumentation getreten, die sich den Regeln des Spiel-, Werbe- und Propagandafilms unterwirft. Es geht um maximale Emotionalisierung und Identifikation mit den Helden der Geschichte. Festivals, Filmförderer und TV-Anstalten fordern und fördern seit zwei Jahrzehnten solche marktgerechten Wohlfühl-Filme. Grautöne, Skepsis, Komplexität, Distanz zum Sujet und zum Mitdenken Herausforderndes sind kaum noch erwünscht. Dieses Buch versucht einerseits anhand des Films Die Siedler Francos zu erläutern, welche Schwierigkeiten Filmarbeiter haben, wenn sie sich diesem neoliberalen Einheitsformat widersetzen. Anderseits ist es das Bemühen, sich mit dem Thema des Films, nämlich der in Spanien nur unzureichend stattgefundenen Vergangenheitsbewältigung bezüglich des Bürgerkrieges und der Franco-Diktatur, näher zu beschäftigen.

Mein Tipp: Erst Doku schauen, dann Buch lesen. Viel Spaß und reichlich Erkenntnisgewinn.

Freitag, 31. August 2018

Neue Romanübersetzung veröffentlicht: Dunkler Sommer von James Lee Burke

So, Sommer ist vorbei, oder zumindest liegt er in den letzten Zügen. Einen passenderen Zeitpunkt für die Veröffentlichung des von mir übersetzten Romans Dunkler Sommer von James Lee Burke (The Jealous Kind im Original) kann man sich eigentlich kaum wünschen. Es ist der mittlerweile fünfte des "Großmeisters des Krimi-Genres", den ich für Heyne Hardcore übersetzen durfte. Die Arbeit an diesem Buch hat etwas länger gedauert als ursprünglich geplant. Eilaufträge, Familie und noch mehr Eilaufträge kamen dazwischen. Leben halt. Die Freude beim Auspacken der Belegexemplare war dafür umso größer.


Mittwoch, 27. Juni 2018

Soeben erschienen: Traumwelten

Anfang des Jahres hatte ich die großartige Möglichkeit zu einer Gemeinschaftsübersetzung mit den Kollegen Robert Brack, Wulf Dorn und Stephan Glietsch. Es ging um Room to Dream, eine faszinierende Mischung aus Biografie und Memoire, in der David Lynch und Kristine McKenna auf sechshundert Seiten "tiefe Einsichten in das Leben und die Gedankenwelt eines der schillerndsten und originellsten Künstlers unserer Zeit" gewähren. Unter dem Titel Traumwelten ist diese Woche unsere deutsche Übersetzung bei Heyne Encore erschienen. Großes Kino, um eine der abgedroschensten aber in diesem Fall auch äußerst passende Floskel zu bemühen.


Donnerstag, 24. Mai 2018

Neuer Menüpunkt: Musik, Sport, Text

Neben dem Übersetzen schreibe ich regelmäßig Texte, hauptsächlich über Musik und Sport, die dann in -- na, nennen wir es ruhig mal so -- Fachpublikationen erscheinen. Nähere Informationen zu dieser Facette meiner Textarbeit finden sich ab sofort unter dem neu eingerichteten Menüpunkt "Musik, Sport, Text". Der Plan sieht vor, diesen nach und nach zu füllen.


Donnerstag, 19. April 2018

VELOBerlin 2018

Übersetzungen für einen führenden US-amerikanischen Fahrradhersteller sind ein fester Bestandteil meines Brot-und-Butter-Geschäfts. Angesichts der Tatsache, dass mir die Begeisterung für das Radfahren in die Wiege gelegt wurde und ich bereits mit sieben Jahren an ersten Rennen teilnahm, scheint es nur logisch, dass ich als Übersetzer auch in diesem Feld arbeite.



Gerade im Frühjahr ist eine Stadt wie Berlin ein wahres Paradies für Fahrradenthusiasten und zahlreiche Events liefern neue Impulse für Fachwelt, Aktivisten, Sport- und Freizeitradler. Hier einige Eindrücke von meinem Besuch des Fahrradfestivals VELOBerlin Mitte April:

Samstag, 17. März 2018

lit.COLOGNE mit David und Bruce

Drei Tage Köln, zwei ausverkaufte lit.COLOGNE-Lesungen, viele nette Gespräche mit ÜbersetzerkollegInnen und Autoren. Die Reise hat sich gelohnt. Los ging's mit Bruce Dickinson und seiner Autobiografie What Does This Button Do? Wie schon in Berlin lieferte Mr. Air Red Siren auch in der Stadthalle Mühlheim eine mitreißende Show ab. Der Tausendsassa stand mehr, als er saß, quatschte mehr, als er las, aber Moderator Philipp Schwenke sorgte souverän für Struktur und roten Faden. After-Show-Party leider ohne Bruce. Schade, Schokolade. Im Museum war's trotzdem toll. Am Donnerstagabend dann die Schottenrock-Lesung von David F. Ross in der Volksbühne am Rudolfplatz. Zwei Stunden Storys über Fitba, Weller, Glasgow und Thatcher. Moderation Bernhard Robben, deutscher Sprecher Gerd Köster -- beide eine Liga für sich. Mein persönliches Highlight: Die drei von Bobby Bluebell während der Lesung performten Songs (zwei davon eigens für den Roman geschrieben). Fazit? Köln ist definitiv eine Reise wert. Besonders zur lit.COLOGNE.





Dienstag, 6. März 2018

Rezension zu "Shoe Dog" im Magazin FIVE

Für die März-Ausgabe des Basketball-Magazins FIVE habe ich eine Buchrezension über
Shoe Dog -- die offizielle Biografie des NIKE-Gründers Phil Knight -- geschrieben. Der Titel ist 2017 im Finanzbuchverlag erschienen und wurde von Lizzie und Thomas Gilbert ins Deutsche übertragen. #GoodReads #VerrückteStory